''Seit etlichen Wochen bekomme ich von Dir diese unseligen Thrombose-Spritzen und muss meinen Vakuumschuh tragen. Es wird Zeit, dass meine Knochen wieder zusammenwachsen, damit ich -buchstäblich- wieder auf die Füsse komme'', sagte ich und fügte empathisch hinzu:''Schließlich befinde ich mich in meiner Sturm- und Drangzeit.''
''Ach, Sturm und Drang ? Wenn ich daran denke, wie Du Dich anstellst, wenn ich Dir Deine Spritzen gebe'', grinste sie,'' dann bist Du wohl eher im Zeitalter der Empfindsamkeit.''
Da lag ich nun im Krankenhaus.
Einen Fernseher gab es leider nicht, Lesen war mir kaum möglich, da ich mit dem hochgelegten Bein nicht lange aufrecht sitzen konnte.
So starrte ich die meiste Zeit an die Decke und war seltsam zufrieden.
Ich durfte nur auf dem Rücken liegen, konnte so aber nicht einschlafen. Gestört hat mich das nicht.
Mein Zimmernachbar, ein alter, wirrer Herr, schnarchte so laut, dass man es bis auf den Gang vernahm. Zwar konnte ich wieder nicht einschlafen, aber erstaunlicherweise freute ich mich sogar über diese Zeichen menschlicher Nähe, die mir offenbarten, dass ich nachts nicht ganz allein war.
Erwähnte ich schon die Krankenschwestern ?
Natürlich außnahmslos hübsch. Mit jedem Schichtwechsel verliebte ich mich neu.
Eine sonderbare Glückseligkeit lag über mir.
Am dritten Tage aber entschied sich meine Ärztin dann, die Dosis meiner Medikamente zu senken...
Leider ist es ja häufig so, dass man umso weniger schafft, je mehr Zeit man zur Verfügung hat.
Warum sich hier im Weblog für lange Zeit nichts tat und warum ich so viel Zeit zur Verfügung hatte, soll diese kurze Bildergeschichte illustrieren.
Na, mit was beschäftigen sich die Beiden wohl gerade ?

Heute: Der Flatscreen
Ein großformatiger Flachfernseher, wie ihn der Handel momentan anpreist, muss nicht teuer sein, wenn Ihr Wohnraum den erforderlichen Ausbau bereits mitbringt.
Alles was Sie für das moderne Fernseherlebnis benötigen, ist ein alter Bildröhrenfernseher und eine Küchendurchreiche ins Wohnzimmer.
Details folgen...